Meinung und Wahrheit

Wer vom Ziel nicht weiß, kann den Weg nicht haben.

Willy Brandt: „mehr Demokratie wagen“

Willy Brandt-Denkmal auf dem Nürnberger Willy Brandt Platz, privat

Willy Brandts berühmter Aufruf „Mehr Demokratie wagen“ ist ein zentraler Bestandteil seines politischen Erbes und besonders relevant für die heutige Zeit. Er war der erste SPD-Vorsitzende, der seine Partei bei einer Bundestagswahl auf über 40 % gebracht hat, aktuell dümpelt die SPD bei Umfragen bei etwa 13 – 14%.

„Mehr Demokratie wagen“ – sollte auch heute noch ein Leitprinzip für die SPD sein.

1. Förderung der Bürgerbeteiligung

Brandts Aufruf zu „mehr Demokratie wagen“ war ein Plädoyer für eine stärkere Beteiligung der Bürger am politischen Prozess. In einer Zeit, in der politische Apathie und Entfremdung zunehmen, könnte dieses Prinzip die SPD dazu inspirieren, neue Wege zu finden, um Bürger aktiv in die Gestaltung der Politik einzubeziehen.

Gegenwärtig ist es lediglich die AfD Alternative für Deutschland, die weitergehende Instrumente der Bürgerbeteiligung fordert. Mehr Demokratie wagen – Echte Bürgerbeteiligung durch bundesweite Volksentscheide statt Bürgerräte – AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag (afdbundestag.de)

2. Stärkung der Grundrechte und Freiheiten

Brandt setzte sich für die Ausweitung und den Schutz demokratischer Rechte und Freiheiten ein. In einer Ära, in der diese Rechte unter Druck stehen können, wäre seine Haltung ein starkes Signal für die SPD, sich als Verteidigerin der Demokratie und individueller Freiheiten zu positionieren.

Das ist in der Zeit der Grundrechtseinschränkung durch „Corona-Maßnahmen“ besonders wichtig, insbesondere wäre eine Aufarbeitung der Ursachen auch für die Zukunft sehr relevant.

3. Demokratische Erneuerung

„Mehr Demokratie wagen“ bedeutete auch, bestehende Strukturen zu hinterfragen und zu erneuern. Für die SPD könnte dies bedeuten, interne demokratische Prozesse zu stärken und transparenter zu gestalten, um so das Vertrauen der Basis und der Öffentlichkeit zu gewinnen.

4. Dialog und Kompromissbereitschaft

Brandts Ansatz betonte den Wert des Dialogs und der Kompromissbereitschaft in der Politik. In einer zunehmend polarisierten Gesellschaft könnte die SPD dieses Prinzip nutzen, um Brücken zu bauen und einen konstruktiven, inklusiven politischen Diskurs zu fördern.

5. Vorbild für eine lebendige Demokratie

Brandts Aufruf ist ein zeitloses Vorbild für eine lebendige, partizipative Demokratie. Die SPD könnte sich auf dieses Erbe berufen, um eine Kultur der politischen Teilhabe und des Engagements zu fördern, die über traditionelle Parteigrenzen hinausgeht.

6. Reaktion auf aktuelle Herausforderungen

In einer Welt, die mit Herausforderungen wie Migration, Krieg und Demographischer Wandel wäre es Willy Brandt gewesen, der mit seiner Orientierung zur Arbeiterschaft eine klare politische Position eingenommen hätte, um den Wohlstand der Deutschen zu erhalten und Verhandlungen zur Beendigung des Krieges geführt hätte.

Fazit

Willy Brandts Vision von „mehr Demokratie wagen“ ist heute relevanter denn je. Findet heute er mehr seiner politischen Positionen und Werte bei der AfD Alternative für Deutschland als bei der heutigen SPD?

Mit ihm hätte es auch nicht die jungen- und männerfeindlichen Ausführungen in Parteiprogrammen gegeben:

„Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden.“

 

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